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Mittergrundelbach




Mittergrundelbach:
Was bisher geschah...


9. Episode am 04.03.2008
"Der Frühlingswein, der kein Kaffee sein wollte..."

Es ist finstere Nacht in Mittergrundelbach. Alle schlafen. Nein, nicht alle! Auf dem Dorfplatz wo noch die Trümmer der abgebrannten Kirche liegen, zimmert Leopold eifrig aus den Resten des Dachstuhls eine kleine Kapelle in der Krone des alten Baumes. Sollte Mittergrundelbach endlich wieder ein Gotteshaus bekommen?

Doch Georg von Waldenfels beobachtet den eifrigen Leopold und ist alles andere als erfreut. Wollte er doch eine neue, große und moderne Kirche draußen auf dem Platz am Eingang des Dorfes bauen! Gegen den christlichen Einsatz Leopolds, den zudem auch noch seine Sehnsucht nach Francesca antreibt, alles besonders liebevoll nach sizilianischem Vorbild zu gestalten, können aber selbst Georgs dunkle Pläne um seine kommerziellen Visionen nichts ausrichten...

Der Herr Pfarrer ahnt noch nichts von der neuen Baumhauskirche, als Francesca ihn dringend bittet, ihr die Beichte abzunehmen. Die südländische Francesca plagt nämlich das allerschlechteste Gewissen, seit sie jede Nacht von einem Mann mit gestreiftem Pyjama träumt, der langsam aber sicher sein Hemd aufknöpft. Und auch wenn Francesca es verdrängen will - es gibt keinen Zweifel: der Mann ähnelt verdächtig dem sportlichen Leopold!

Die schwangere Berta ist inzwischen so schwer und rund geworden, dass sie nach einer kurzen Rast am Straßenrand nicht mehr alleine auf die Beine kommt. Ein Glück, dass gerade in diesem Augenblick Friedrich mit seinem Froschtruck vorbeikommt und Berta mit der Seilwinde aus der Patsche rettet. Als genau in diesem Moment bei Berta die Wehen einsetzen, ist Friedrich völlig überfordert und macht sich auf die Suche nach Leopold, der ihm als Bruder des verschwundenen Kindsvaters verantwortlich erscheint für die Situation in die er geraten ist...

Oma Marianna lässt ihren Enkel inzwischen jedoch nicht fallen. Durch alle Gassen und Ecken streift sie geduldig auf der Suche nach dem untergetauchten Egon... Als ihn Leopold endlich im Mittergrundelbacher Höhlensystem aufspürt und aus dem unterirdischen See rettet, scheint alles gut zu werden. Doch Egon fürchtet sich immer noch vor der Verantwortung, Vater zu werden und versteckt sich in der Baumkapelle, findet aber auch dort keine Ruhe...

Der Pfarrer intrigiert mit Georg von Waldenfels und erpresst die verwirrte Francesca: wenn sie die Kapelle anzündet, dann will er sie mit Leopold zusammenbringen und ihre in ganz jungen Jahren unfreiwillig geschlossene Ehe mit einem sizilianischen Mafiaboss scheiden... Doch Egon vereitelt durch seine Anwesenheit die Zerstörung des neuen Kirchleins! Ist das Glück den Mittergrundelbachern diesmal hold? Fast scheint es so, denn die von Sieglinde geschmückte und blitzblank geputzte Kapelle übersteht alle Attentatsversuche, Leopold überlebt wie durch ein Wunder einen schweren Autounfall mit seinem Nissan und im Schwimmbad bringt Berta mit Hilfe des halben Dorfes einen wunderschönen Jungen zur Welt: Er soll den Namen Karl erhalten. Ja, Karl wie der Apostel Karl!

Zur Feier des Tages öffnet Francesca die eigentlich geschlossene Pizzeria und dort treffen alle Dörfler aufeinander. Sieglinde und Friedrich scheinen sich gefunden zu haben und als auch Egon kommt und voller Stolz seinen Sohn Karl im Arm hält, ist das Glück vollkommen. Alle sind zur Taufe in der neuen Kapelle eingeladen. Doch wo sind Leopold und die Patin Francesca? Es ist doch sonst nicht ihre Art, zu so einem Ereignis zu spät zu kommen! Doch diesmal gibt es einen guten Grund: die beiden stehen noch wie angewurzelt in der Pizzeria und können ihren Blick nicht voneinander lassen - endlich fallen sie sich in die Arme...

Zu Ehren Karls verwandelt der Pfarrer auch noch Kaffee in Wein und wenn sie nicht alle sturzbesoffen vom Mittergrundelbacher Kofel gefallen sind, dann feiern sie wahrscheinlich noch heute!

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