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Mittergrundelbach




Mittergrundelbach:
Was bisher geschah...


6. Episode am 27.11.2007
"Die existentielle Krise"

Der Mond scheint über Mittergrundelbach, es ist tiefe Nacht. Doch Francesca kann nicht schlafen und so joggt sie in Richtung Kreisverkehr. Dort trauert Berta bereits um ihre verwelkten Primeln, Friedrich knattert mit seinem Froschmobil vorbei, um Müsli auszuliefern, und auch Leopold hüpft schon seilspringend um den Kreisverkehr. Der Vollmond raubt den Mittergrundelbachern den Nachtschlaf! Aber für Berta scheint es noch einen anderen Grund zu geben... Ihr ist übel, sie ist überemotional und Leopold bemerkt, dass sie zugenommen hat. Da wird es Francesca blitzartig klar: Berta ist schwanger.

Der Tag bricht an und in Mittergrundelbach nimmt alles seinen normalen Lauf. Im Schwimmbad übt der Herr Pfarrer mit Oma Marianna den Unterwassersquaredance. Erst noch im Trockentraining, dann bringt der sportliche Leopold die Sauerstoffflaschen und die kleine Trainingsrunde begibt sich auf Tauchstation. Da erscheint Berta und schiebt ihren dicken Hintern behäbig über die kleine Leiter ins Becken. Ein Streit entbrennt. Leopold provoziert Berta, endlich herauszufinden, woher ihre seltsamen Anfälle und die Verwandlungen zur wilden, fäkalsprachenbenutzenden Martha rühren - der Pfarrer und Friedrich stimmen ein.

Derart in Bedrängnis gebracht, braucht Berta erstmal einen Kaffee in der Pizzeria, wo Francesca schon begonnen hat, Kekse für sie zu backen. Eine neue Freundschaft ist seit der schlaflosen Nacht am Kreisverkehr erwacht und die südländische Francesca fühlt sich verantwortlich für Berta und ihr ungeborenes Kind. Aber so wie jedes Mal, wenn sich Berta in Bedrängnis fühlt, droht die Martha in ihr die Oberhand zu gewinnen! In letzter Minute spült sie ihre Tabletten mit einem caffé corretto hinunter. Auch die geduldige Oma Marianna hilft ihr, Martha zu besiegen, und so macht sie auch gute Mine zu Francescas Keksen, die alles andere als köstlich sind...

Auch Leopold erscheint in der Pizzeria - keine Gelegenheit auslassend, um Francesca den Hof zu machen. Diesmal hat er für sie die Kathedrale der heiligen Chiara Caterina aus ihrer Heimatstadt Messina mit Strohhalmen nachgebaut. Francesca ist gerührt und ihr sizilianisches Herz wallt nostalgisch über. Doch als die Kerzen in der gebastelten Kathedrale angezündet werden, kommt es wie es kommen muss: nicht nur Francescas Herz, auch die Strohhalme fangen Feuer und Leopolds Kunstwerk brennt lichterloh. Wieder bleibt sein Werben um Francesca ein Strohfeuer...

Zwischen Leopold und Berta herrscht indes weiter eisige Spannung und nur Martha kennt den wahren Grund: hatte doch Leopold in Kinderzeiten die unsportliche Berta gequält und hinter dem Rücken des Herrn Pfarrer bei jeder Gelegenheit verdroschen. Hatte Berta damals begonnen, sich in die starke unbesiegbare Martha zu flüchten? Leopold fühlt sich schuldig und ob der neuen Freundschaft zwischen Francesca und Berta wird ihm klar, dass sein Werben um Francesca nur durch Bertas Vermittlung erfolgreich sein kann. In den verkohlten Resten des Beichtstuhls, zwischen den Trümmern der abgebrannten Kirche, geht er auf einen Handel mit Berta ein, die selbst Vermittlung braucht: denn der Vater ihres Kindes ist niemand anderer als Egon, Leopolds Bruder!

Der tablettensüchtige Pfarrer hat in der Zwischenzeit ein Mittel gefunden, wie Bertas Erinnerung auf die Sprünge geholfen werden kann: in seinem Arznei-Vorrat gibt es auch die Pille gegen Bertas Schizophrenie. Doch die Tablettenpackung hatte der Pfarrer Oma Marianna gegeben, die sie alle hinuntergeschluckt hat - gegen ihre Schwerhörigkeit scheint dies allerdings das falsche Mittel. Denn als sie nächtens auf dem Friedhof vor dem aufgewühlten Grab um ihre Kinder, ihren Franz und die abgebrannte Kirche trauert, hält sie den froschkostümierten Friedrich, der sie zu erschrecken sucht, nur für ein paar harmlose Maulwürfe. Für Friedrich eine herbe Enttäuschung: muss er seine Froschkostüme neu überdenken?

Der Pfarrer unternimmt alle erdenklichen Schritte, um die Tabletten aus Oma Mariannas Verdauungsapparat zurückzugewinnen. Und wen wundert es, dass die Pillen seltsam riechen, als er sie Francesca gibt, damit sie sie in den Teig für Bertas Kekse mischt....

Doch Leopold, der an diesem Plan des Pfarrers beteiligt ist, plagt das schlechte Gewissen. Vom Pfarrer weiß er nämlich, dass die Pillen auch eine Fehlgeburt bewirken können! Und im Gegensatz zum Würdenträger fühlt er sich als Onkel von Bertas und Egons gemeinsamem Kind verpflichtet, Berta am Verzehr des Gebäcks zu hindern! Als er in die nach Keksen duftende Pizzeria kommt, ist Berta aber schon am Essen. Leopold schleudert die Kekse auf den Boden und Francesca, in ihrer Bäckerinnenehre tief gekränkt, bewirft ihn mit Pizzateig. Da geht in Berta eine seltsame Veränderung vor: sie spricht in einer fremden, im Dorf noch nie vernommenen Sprache und versucht Leopold und Francesca zu verkuppeln. Als Leopold seiner Francesca endlich einen Heiratsantrag macht, muss er die schlimmste Enttäuschung bisher erfahren. Francesca gesteht: sie ist bereits verheiratet! Auch wenn sie jenen Mann nicht liebt und er weit fort ist, kann sie Leopold nicht erhören. Dieser flüchtet, voll Schuldgefühl und Gram. Was Leopold so nicht mehr hören kann: Berta und Francesca haben ihn gemeinsam hinters Licht geführt und lachen sich ins Fäustchen!

War Berta also gewarnt? Hat sie die Tabletten-Kekse gar nicht gegessen? Oder waren sie arzneifrei? Ist wirklich Leopold der Schuldige an ihrer Schizophrenie? Wird Egon sich als Vater ihres Kindes bekennen? Und: was hat es mit Francescas geheim gehaltener Ehe auf sich?

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