Mittergrundelbach:
Was bisher geschah...
Einmalig in Mittergrundelbachs Geschichte: das Publikum bestimmt geheim, wer denn nun die Kirche auf dem Brandstiftergewissen hat. Und nur einer der Spieler weiß es: der Täter selbst...
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DIE AUFLÖSUNG am 06.06.2009
Special Episode zur Langen Nacht der Improvisation
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Jetzt ist es raus. Wer hätte das gedacht. Und wieder ist es Caroline, die alles ahnte und das Unfassbare aufdeckt. Schon einmal hat sie im Alleingang den Mord an Franz Gasser aufgeklärt, Francescas sizilianischem Großvater. Und jetzt wieder: Caroline! Ganz entgegen ihrem Ruf als Schlusslicht der Dorf-Intelligentia, aber mit großem Gespür und schlichter Intuition kommt sie dem dunklen Geheimnis auf die Schliche...
Aber der Reihe nach: kaum ist Mittergrundelbachs Kirche abgebrannt, beginnen die Verdächtigungen. Zwietracht und Misstrauen sind gesät und keimen prächtig in der verbrannten Dorferde. Berta (oder doch Martha?) und Francesca, Verbündete des Augenblicks, spinnen ihre Theorien in Francescas Pizzeria, Georg von Waldenfels sinniert frühmorgens mit dem Waren ausliefernden Friedrich in seinem Froschtruck über das unerklärliche Verbrechen, und wie das ganze Dorf ist auch Caroline fest entschlossen: sie wird die Lunte des Zündlers riechen…
Nur Egon will von alledem nichts mehr wissen. Für den treuesten Ministranten des Dorfes ist mit seiner geliebten Kirche auch seine Welt zusammengebrochen. Oder ist das alles nur Tarnung?
Leopold scheint indessen wenig bekümmert, als er in Egons Bibliothek kommt und nicht weiter auf die Trauer seines Bruders eingeht. Er interessiert sich nur für Literatur über den Heiligen Franziskus und dessen Santa Chiara. Was hat es damit auf sich? Eifert Leopold seinem frommen Bruder nach? Warum dann diese unerträgliche Spannung zwischen den Oberhammer-Buben? Wie lange noch bis zum großen Krach? Und: was steckt da im Busch?
Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Denn Sieglinde ist ganz Frau der Tat: sie lädt zur Messe in ihr Schwimmbad und hofft damit, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, denn der Gottesdienst am Pool soll eine fromme Dorf-Party werden: Oma Marianna zum Trost, Gott zur Ehr (denn schließlich muss auch ohne Kirche Messe gefeiert werden) und dem Nächsten zur Wehr (denn womöglich wird der Täter ja dabei entlarvt)… Niemand scheint so recht begeistert von der Idee, doch nach und nach erscheint man immerhin am Beckenrand.
Aber statt friedlichen Beisammenseins: wüste Beschuldigungen. Der Sturm des Argwohns entlädt sich mit voller Kraft zwischen den Mittergrundelbachern. Caroline, die schon lange alles aufklären will, weiß: es war Leopold. Schließlich hat sie ihn genau gesehen, wie er am Ort des Verbrechens die Reste des verkohlten Kruzifixes sammelte und verdächtig hinter seinem Rücken verbarg, als sie ihn entdeckte. Doch ist das ein Beweis? Leopold meint: Nein! Und geschickt lenkt er den Verdacht auf die bekanntermaßen schizophrene Berta. Wer sonst kann es gewesen sein als ihr Alter Ego Martha? Und wer kann es ihr verdenken, sich nicht mal dran zu erinnern? Ein dankbares Opfer.
Doch wie überall sonst, fällt auch in Mittergrundelbach der Verdacht über kurz oder lang auf den, der am unschuldigsten scheint. Hier ist es Egon. In der aufgeheizten Stimmung ist sich die Menge rund ums Schwimmbecken einig: sein depressives Getue ist nur ein scheinheiliges Ablenkungsmanöver! Egon kommt in Bedrängnis, bricht in Tränen aus, aber was tun gegen die blinde lynchwütige Meute?
Und da kommt es endlich ans Licht, was Caroline niemand glauben wollte. Im Angesicht des Bruders in Bedrängnis hält Leopold die Last des Schweigens nicht mehr aus und gesteht: ja, er war es. Doch nur aus Liebe war die Tat geschehen! Ja, aus Liebe zu Francesca musste Mittergrundelbachs Kirche brennen! Denn ihm war doch klar, wie sehr seiner großen Liebe ihre noch größere Liebe fehlte: die Sehnsucht nach der heimatlichen Kathedrale von Messina hielt Francescas Herz besetzt. Und Leopold war sicher: bevor diese Lücke nicht geschlossen wurde, war auch für ihn kein Platz in diesem ihren Herzen. Und was lag näher, als mit seiner Angebeteten gemeinsam ein neues Anbethaus zu bauen? Bei San Francesco und seiner Santa Chiara schließlich hatte es genauso funktioniert. Vom gemeinsamen Studium der Baupläne bis zum gegenseitigen Studium wäre es nur noch ein kleiner Schritt gewesen. Deshalb die Franziskus-Literatur aus der Bibliothek, deshalb das Einsammeln des Kruzifixes nebst anderer wichtiger Bauteile, wenn auch verkohlt! Alles nur für Francesca!
Wenig Verständnis für den Brand aus Liebe allerdings zeigt Mittergrundelbach: Im Aufwallen der Lynchgefühle wird Leopold in den Pool geworfen, sein Feuer scheint gelöscht: schreckensstarr droht der sonst so Sportliche zu ertrinken. Aber da ist auch noch Francesca! Hier nun sie ganz Frau der Tat, fackelt sie nicht lange und zieht den Leopold aus dem Gewässer.
Hat Leopold also doch mehr entzündet als nur ein Gebäude? Jedenfalls hat Mittergrundelbach nun ein Geheimnis weniger. Die größte Frage fand hier ihre Antwort.
Und doch bleibt eines weiterhin sicherer denn je: nichts ist unter Dach und Fach – in Mittergrundelbach!
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